Kanu & Natur

ein persönliches Blog von Jürgen Clausen

Anpaddeln auf der Schwentine am 8. März 2025

Geschrieben am 10.03.2025 in Kanutagebuch (2025) —   Holsteinische-Seenplatte, Schwentine (Geändert am 30.03.2025)

Start unter der B 502-Brücke in Wellingdorf

Start unter der B 502-Brücke in Wellingdorf

An diesem wunderschönen Vorfrühlingstag, einem Samstag, treffen wir uns mittags auf dem großen Parkplatz unter der B 502 - Brücke in Wellingdorf. Es herrscht nur sehr wenig Betrieb, so dass wir uns bald ausgerüstet haben und unsere Kanus in die Schwentine einsetzen. 

Während wir das erste Stück aufwärts paddeln, bremst und kühlt uns deutlicher Ostwind von vorne. Die hier üblichen Bläßhühner, Grau- und Kanadagänse, Teichhühner und Stockenten leisten uns Gesellschaft. 

Je weiter wir in Richtung Klausdorf gelangen, umso schwächer wird der Wind und die Temperatur steigt deutlich an. Wir hören Buntspechte klopfen, und Rotkehlchen und Zaunkönige schmettern ihre Reviergesänge ins Tal der Schwentine.

Anleger in der Bachstraße in Klausdorf

Anleger in der Bachstraße in Klausdorf

neuer Anleger an der Bachstraße

neuer Anleger an der Bachstraße

An der Bachstraße in Klausdorf wurde endlich der neue Anleger fertig gestellt. Natürlich landen wir an und unterziehen dem hiermit entstandenen Pausenplatz einem Test. Er ist übertrieben solide gebaut, und zum Glück ist er nicht allzu hoch geworden. Während unserer Fahrt um Klausdorf herum hören wir Kraniche rufen, und auf einem Stück Totholz entdecken wir die erste Schildkröte diesen Jahres. Entgegen kommende Kajakfahrer paddeln recht nahe an ihr vorbei, aber der Drang zur Sonne ist bei ihr wohl stärker als die Vorsicht.

Wir paddeln links der Insel beim Dorfplatz vorbei, und viele Uferstellen weisen deutliche Spuren von Nutrias auf, die hier die niedrigen Böschungen hinauf- und hinunter rutschen. Es lässt sich allerdings zunäscht keines dieser possierlichen Pelztiere mit hohem Nährwert (wie auch der Name verrät!) blicken. 

Aber wir können Baumläufer und Spechte ganz aus der Nähe beobachten. Von vielen Erlen rufen Kleiber. Frank entdeckt einen Bussard, der über uns kreist, und dann noch einen. Am Ende sind es sieben Bussarde, die am beinahe komplett blauen Himmel ihre Runden drehen und scheinbar den Wind genießen.

Nutria in der Schwentine

Nutria in der Schwentine

Für eine ordentliche Pause wählen wir das linke Ufer, an dem sich in den vergangenen Jahren eine relativ feste und flache Stelle etabliert hat. Stühle, Tischchen, Gaskocher, Würstchen, Tomätchen, von Katrin selbst gebackene Brötchen, Kaffee und weiteres leckeres Heißgetränk, Kekse und weitere Naschis kommen zum ersten Mal am Ufer zum Einsatz in diesem Jahr.

Die Sonne scheint, es soll 17 Grad warm sein. Wir genießen einen super herrlichen Samstag auf dem schönsten Gewässer, das hier in unserer Nähe fließt! Mehr kann man kaum verlangen.

 

Pause am Ufer der Schwentine

Pause am Ufer der Schwentine

Wohnen am Ufer

Wohnen am Ufer

Rücktour nahe Oppendorf

Rücktour nahe Oppendorf: vor der Eisenbahnbrücke

Sehr langsam lassen wir uns auf unserer Rücktour gleiten, und es lassen sich sogar noch einige Nutria blicken! Als wir unsere Einsetzstelle unter der B 502 - Brücke erreicht haben, ist es beinahe halb fünf, und damit stellen wir fest: wir waren gut vier Stunden unterwegs! 

Geschrieben in Kanutagebuch (2025)